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Schule > Deutsch > Dramen > Das antike Drama 
Das antike Drama Verfasst von Jürgen Krauß am 01.01.2002 Besucher-Urteil: -- - Jetzt bewerten! 1. Formen des antiken Dramas
- antikes Drama
- 3 Formen: Tragödie und die Komödie, Satyrspiel
Tragödie: befasst sich hauptsächlich mit ernsten Themen, Mythologie und
Göttern
Komödie: alltägliches menschl. Leben, Tagespolitik
Satyrspiel: nahm Themen der Tragödie auf und lieferte meist eine komisch-satyrische
Parodie darauf
- hauptsächlich um Tragödie
- Griechenland
- zeitliche Eingrenzung: Höhepunkt war ca. 530- 400 vor Christus
2. Vertreter und Werke
Tragödiendichter:
- Aischylos: (ca. 525 - 456 vor Christus) :Orestie( vollständig erhalten),
Sieben gegen Theben, Die Perser
- Sophokles: (ça 496-406 vor Christus): Antigone, Elektra, König Ödipus
- Euripides:(480- 406 vor Christus) : Medea, Andromache, Die Troerinnen
Komödiendichter:
- Aristophanes (ca. 342 - 291 vor Christus): Die Ritter, Die Vögel
3. Ursprung des griechischen Dramas
- griech. Drama entstanden aus einem kultischem Spiel
- Dionysos Kult: Gott des Weines ,Verehrung
- das Drama war Teil der Verehrung dieses Gottes
- aufgeführt gegen Anfang April an Festspieltagen zu Ehren von Dionysos ( 6
Tage)
- Staatskult: Demonstration des Reichtums und der Macht des Stadtstaates
Athen
- Preiswettkampf dreier Dichter: jeder führte eine Tetralogie auf ,d.h. 3
Tragödien und 1 Satyrspiel (Laien-Jury entschied über Sieg)
- jede Tragödie durfte nur einmal gespielt werden
4. Aufführungsort und Aufführungspraxis:
- Theater
- in Athen: am Fuße der Akropolis ; Theater fasste ca. 14.000 - 17.000
Zuschauer
- offene Arena mit ansteigenden Sitzplätze (obersten Sitzplätze teilweise
bis 24 Meter über der Orchestra)
- Begriffe:
Orchestra: Tanzplatz in der Mitte (Chor)
Proskenion: rechteckige Spielfläche (Schauspieler)
Skene: Bühnenhaus mit Umkleideräumen
- berühmte Theater:
Theater in Epidauros (Photo)
Bilder
- pro Tag zwischen 7 und 9 h lange Aufführungen
- Zutritt war allen gewährt (Demokratie)
- lauter: durch Schalltrichter
- nur ein einheitliches Bühnenbild
- alle Schauspieler tragen Masken
- somit keine Mimik möglich nur Körpersprache
- Kothurn: dicksohliger Stiefel
- Maske (Symbol der Verwandlung)
- Zweck: Anpassung an die Großräumigkeit des Freilichttheaters
- lange bunte Kleider, bis zum Boden
- nur männliche Schauspieler ( auch Frauenrollen)
- wenig Schauspieler die viele Rollen spielen
5. Aufbau der Tragödie
siehe Schema
heute übernommen
6. Besonderheiten der antiken Tragödie
a) Stoff der antiken Tragödie
- bereits vorgeprägte Fabeln
- entnommen aus: Mythen, z.B. aus trojanischem Sagenkreis, Herakles
- mythische Fabeln waren dem Publikum bekannt
- deswegen: Unterscheidung durch persönliche Variationen des Dichters und
die dichterische Kraft des Autors
- Aufgabe des Tragikers: dramatische Strukturierung des Stoffes
- weitere Aufgabe: wie vor Augen und Ohren des Publikums eine Entscheidung
zustande kam
- innere Handlung spielt große Rolle
kurz: Nicht das "Was" sondern das "Wie" war
entscheidend! (anderer Literaturbegriff!)
b) Chor
- vordramatisches Element
- urspr.: 50 Knaben und Männer
- urspr.: eröffnete das Theater
- Chor singt, kommentiert, warnt, klagt, betet als Sinnbild für das
Gemeinwesen der Polis
c) Sprache
- entweder Sprechen oder auch Singen
- höherstehende Sprache
- Versmaß (jambischer Trimeter)
7. Aristoteles
- Lebensdaten: 384-322 v. Chr.
- Schüler Platons
- Erzieher Alexanders des Großen
- vielseitiger Gelehrter
- Werke: Psychologie , Physik, Politik, Rhetorik, Poetik
- Buch: "Von der Dichtkunst" , es geht um: Epos, Tragödie,
Komödie (Teil fehlt)
- Systematische und umfassende Untersuchung des Dramas
- erster, der ein schriftl. Werk darüber verfasste
- Praxis vorher, Theorie danach
8. Die Tragödientheorie des Aristoteles (Tragödie)
a) Kennzeichen der Tragödie
- Nachahmung einer guten (ethisch gut) und in sich geschlossenen Handlung
- in anziehend geformter Sprache: Rhythmus, Sprache, Melodie
b) Wirkung und Ziel des Theaterbesuchs
- durch den Theaterbesuch:
Hervorrufen von Jammer(Eleos) und Schauder( Phobos) --> Reinigung von
derartigen Erregungszuständen (Katharsis); Selbstkontrolle
c) Eleos:
- Jammer: Rührung über ein bestimmtes Übel, dass eine Figur unverdient
trifft, aber auch den Zuschauer treffen könnte
d) Phobos:
- Schrecken ,der den Zuschauer beim Miterleben einer entsetzlichen Handlung
erfasst
e) Katharsis:
- Schicksal der handelnden Personen erzeugt Mitleid und Furcht und so eine
Reinigung.
Ausscheidung schädlicher Substanzen, ein Vorgang der sittliche Konsequenzen
hat.
--> Um diese Wirkung zu erzielen muss eine Identifikation des Zuschauers
mit der Handlung und dem Held vorhanden sein. Dass das möglich ist, müssen
bestimmte Bedingungen erfüllt sein:
f) Mimesis
- z.B. : die Handlung muss wahrscheinlich sein
- keine Nachahmung der Wirklichkeit, nur Vorstellung was möglich ist (=
Mimesis)
- Bedingungen hierfür: Glaubwürdigkeit
- Glaubwürdigkeit wird erreicht durch:
Darstellung vorstellbarer Dinge
Plausibilität für den Zuschauer (Einheit der Zeit und
der Handlung)
- nur so Ziel: Identifikation.
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